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Artikel in der HNA ( Hessische/Niedersächsische Allgemeine ) vom 10.08.2005 --

                                       Einmal wie immer, bitte
                   Von Annika Pehl                                                      

schwarzenborn. Es klingelt an der Tür, ein leises Bellen ist zu hören. Ines Herbold öffnet die Tür und fragt verwundert: "Was macht ihr denn hier? Teddys Termin war doch letzte Woche." Teddy ist ein rund sieben Jahre alter Pudel, mit schwarzem, lockigem Fell und besonders gut im Futter. Das Frauchen gesteht, dass sie die Termine vertauscht habe, aber Teddy dringend an die Reihe kommen müsse. Ines Herbold gibt sich geschlagen, übernimmt den Rüden: Waschen, schneiden, föhnen steht für den Pudel an - denn Ines Herbold führt in Schwarzenborn einen Hundesalon.

Der Raum im Keller ihres Wohnhauses enthält alles, was auch ein typischer Friseur hat: Föhne, Scheren - allerdings eine Wanne zum Waschen und einen Frisiertisch statt einem entsprechenden Stuhl. Teddy muss warten, denn vor ihm hat Schnauzermischlingsdame Lucy ihren Termin. "Wie immer", sagt ihr Frauchen Martina Geilmann aus Homberg. Wie immer, das heißt für Lucy: Komplettschur. Im Sommer ist es der Hundedame einfach zu heiß unter ihrem dicken Fell.

Nur die Ruhe beim Schnitt

Und es ist, als wüsste sie, dass die Prozedur zu ihrem Besten ist: Bereitwillig lässt sie Ines Herbold an ihr Fell, und auch das Surren der Schermaschine schreckt sie nicht. Flugs liegen die ersten Fellbatzen unter Lucy. Aber dann kommt der Stimmungsumschwung: "Lucy ist heute ein wenig motzig", meint ihr Frauchen, "weil ich ihr eben schon die Kletten aus dem Fell gezogen habe."

Das bemerkt Ines Herbold dann, als sie Lucys Gesicht und die Beine scheren will. Mit einem lauten Knurren und ein wenig Zähnefletschen versucht die Hündin, der Schermaschine zu entkommen. Keine Chance: Laut und bestimmt betont Ines Herbold, dass sie hier der Chef sei und Lucy artig sein soll - gesagt, getan.

"Angst darf man keine haben, und konsequent muss man sein", sagt die Expertin: Das sei wie bei kleinen Kindern. Auch ein Hundefriseur müsse etwas von einem Psychologen haben, wie die Haarkünstler für Menschen auch, erklärt die Fachfrau. Sie habe eigentlich immer einen Rat parat, wenn die Kunden mit einem Problem kämen.

Die Idee zu dem Salon, den sie seit fünf Jahren betreibt, kam Ines Herbold spontan - weil sie selbst Pudel züchtet und diese permanent frisierte. "Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht", sagte die Schwarzenbornerin, die für ihren Betrieb ihren früheren Job als Sekretärin aufgegeben hat. Eine Lehre hat sie für ihre neue Arbeit nicht machen müssen. "Aber das Schneiden des Fells und der Umgang mit den Tieren muss einem im Blut liegen", sagt sie, während sie Lucys Haare auf den Pfoten kürzt.

Ideen und Anregungen holt sich Ines Herbold auf internationalen Zuchtschauen. Die meisten Kunden wollen aber nur die Schur für ihre Tiere: "Einen für die Hunde zeitlosen und sportlichen Schnitt", lacht die Friseurin. Bekommt ein Hund mal eine richtige Frisur, handelt es sich meist um einen Rassehund.

Nach fast 50 Minuten kann Lucy vom Frisiertisch springen. Erleichtert schüttelt sich die Hundedame und geht schnurstracks zur Tür - bloß schnell in Richtung Auto. "Schick sieht sie aus", freut sich ihr Frauchen: "Hätte ich das gemacht, sähe es aus wie Kraut und Rüben." Und Teddy? Der wartete geduldig, bis er dran war - und ließ sich dann sein schwarzes Fell waschen, schneiden und föhnen.

10.08.2005    

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